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Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit

Lokalbildung – Science Society Interface

Campus Sued

Neben einer Verantwortung für die eigenen Studierenden, kommt dem Karlsruher Institut für Technologie als großem staatlichem Akteur und als Bildungsinstitution auch jenseits der Hochschulgrenzen vor Ort besonders in der Region Karlsruhe eine bedeutende Rolle zu. Nachhaltige Entwicklung ist per se transdisziplinär und auf konkretes Handeln ausgerichtet und möchte Impulse setzen und soziale Innovationen vorantreiben. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in der Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit (KSN) wider.

Um die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen dem KIT und der Bürgerschaft  zu erleichtern ist das Lehrmodul Lokalbildung der regionalen Öffentlichkeit gewidmet. Science Society Interface (Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft) und Responsible Public Science (Öffentliche Wissenschaft) sind damit verbundene Konzepte mit denen die KSN arbeitet. Im Rahmen des KIT Zentrums Mensch und Technik kooperiert die KSN dazu mit diversen Akteuren innerhalb des KIT und in Karlsruhe, wie zum Beispiel dem ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale und dem Quartier Zukunft – Labor Stadt.

Im Rahmen des Bausteins/des Lehrmoduls Lokalbildung haben in der Vergangenheit diverse Veranstaltungen stattgefunden, wie zum Beispiel der Workshop Mehr Lebensqualität im Quartier in Kooperation mit dem Global Ecovillage Network, oder die Aktion “„Karlsruhe zeigt Nachhaltigkeit” im Rahmen der Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg. Darüber hinaus hat die KSN an verschiedenen wissenschaftlichen und öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen, zum Beispiel bei der Eröffnung des Zukunftsraumes in der Karlsruher Oststadt, dem 300. Stadtgeburtstages der Stadt Karlsruhe, oder dem Tag der offenen Tür am KIT.

 

 

Die Fotobox der Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit ein Gesicht geben

Bei unserer Arbeit als transdisziplinäre Wissenschaftler, bei der Entwicklung und Durchführung von kooperativen Nachhaltigkeitsprojekten mit unterschiedlichsten Interessengruppen, Organisationen und Studenten, ist uns aufgefallen, dass der Begriff Nachhaltigkeit für unsere Partner oft ein sehr abstraktes Konzept bleibt. Um eine Verbindung zwischen dem komplexen Konzept und der ganz praktischen Anwendung herzustellen haben wir die Fotobox der Nachhaltigkeit entwickelt.

Durch die Fragen nach der Bedeutung von Nachhaltigkeit auf der individuellen Ebene, auf dem gesellschaftlichen Level oder im beruflichen Kontext und danach, wie eine Transformation hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise gelingen kann, schafft die Fotobox einen Raum für Dialog und regt zur Reflexion an. Das ungewöhnliche Format ermöglicht es darüber hinaus die Antworten mit einem breiteren Publikum zu teilen, indem die Aussagen auf Fotos festgehalten werden. Die Ergebnisse dienen sowohl als Input für die Wissenschaft als auch als Beitrag zum lokalen Diskurs zur Nachhaltigen Entwicklung.

Die Bestandteile der Fotobox der Nachhaltigkeit sind ganz einfach: Eine Kreidetafel, eine Fotokamera, ein Laptop, Wände aus Holz um etwas Privatheit zu ermöglichen ohne den Raum einzuschränken und ein oder zwei Wissenschaftler, die dazu einladen die eigenen Gedanken zur Nachhaltigkeit zu teilen.

Die Besucher können zwischen zwei Fragen auswählen um den Dialog zu starten. Die erste Frage ist immer die gleiche: Was bedeutet Nachhaltigkeit für mich? Die andere Frage variiert abhängig vom jeweiligen Kontext. Auf einer Nachhaltigkeitskonferenz (auf dem Future Earth Summit) haben wir nach einem Patentrezept für globale Nachhaltigkeit gefragt, auf der Feier zum Karlsruher Stadtgeburtstag danach, wie die Stadt nachhaltiger werden kann, beim Tag der offenen Tür des KIT danach, wie die Universität nachhaltiger werden kann und unsere Studierenden fragen wir wie eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung gelingen kann.

 

Wie funktioniert die Fotobox?

 

1) Auswählen der Frage, die man beantworten möchte

2) Aufschreiben oder Malen der Antwort auf die Tafel

3) Erstellen eines Fotos vom Besucher und der persönlichen Antwort

4) Diskussion mit und über die Antwort

5) Unterschreiben einer Einwilligung, dass wir das Foto auf unserer Webgalerie verwenden können oder Hinterlassen einer E-Mail-Adresse, damit wir das Foto persönlich zusenden können


6) Auffinden des Fotos in unserer Galerie

 

 

 

 

 

 

 

-          Ansprechpartner: Kaidi Tamm