Qualifikationsprogramm "Cultures of Knowledge"

Gliederung des Curriculums in drei Bereiche

  • Interdisziplinäres Dach: hier arbeiten die Promovierenden und PIs der Graduiertenschule fachübergreifend zusammen
  • Disziplinäre Säulen: die Promovierenden stärken in diesem Bereich methodische Ansätze und Fachwissen in ihrem Gebiet
  • Akademisches Fundament: hier werden Grundlagen der wissenschaftlichen-ethischen Arbeit vermittelt

Dieser Aufbau stellt sicher, dass die Promovierenden

  • allgemeine Kompetenzen für die erfolgreiche Absolvierung Ihres Forschungsprojektes, bzw. Ihrer Promotion, und den weiteren Karriereweg erwerben (akademischer und außerakademischer Bereich)
  • disziplinäre Kompetenzen in Ihrem Fachgebiet stärken und einen Einblick in einem weiteren Fachgebiet erlangen
  • Fähigkeiten in der interdisziplinären Zusammenarbeit aufbauen.

Nach erfolgreicher Absolvierung, d. h. der aktiven Teilnahme an jeweils Kursen, Seminaren, Doc Retreats, eigenen Lehrveranstaltungen, Workshops und der Teilnahme an Konferenzen in den drei Bereichen, erhalten sie ein offizielles Zertifikat.

 

Aufbau der Graduiertenschule und Mentoringprogramm

Das Programm setzt sich aus Vorschlägen der PIs und Anregungen der Promovierenden zusammen. Besonders die Eigeninitiative der Mitglieder wird gefördert. Es umfasst ein inhaltlich vielfältiges und bedarfsgerechtes Kursangebot. Die Zusammenarbeit im Basisbereich erfolgt mit dem Karlsruhe House of Young Scientists (KHYS). Extern erbrachte Leistungen der Promovierenden, zum Beispiel bei den EUCOR-Partnern (trinationaler Verbund von fünf Universitäten am Oberrhein), EPICUR-Partnern (ein europäischer Zusammenschluss aus neun Universitäten) oder die Teilnahme an Konferenzen, werden im bestimmten Maße angerechnet.
Die Graduiertenschule sieht außerdem ein interdisziplinäres Mentoringprogramm vor. Dazu wählen die Promovierenden aus der Professoren-/Professorinnenschaft des KIT eine Person außerhalb des eigenen Fachgebiets aus. Regelmäßige Treffen stellen eine ergänzende Betreuung hinsichtlich der Forschungsarbeit und der Weiterbildung innerhalb der Graduiertenschule sicher.

 

Interdisziplinäres Dach

Dieser Bereich versammelt die verschiedenen Wissenskulturen der Graduiertenschule und bietet Raum für einen fachlich fundierten und gleichzeitig übergreifenden Diskurs. Ein jährliches Doc Retreat bildet den Kern der Graduiertenschule. Mindestens drei Teilnahmen während der Promotionsphase sind für die Mitglieder obligatorisch. Während dieses einen Tages stellen sich die Promovierenden ihre Forschungsarbeiten gegenseitig vor und erarbeiten Ideen für weitere disziplinäre und interdisziplinäre Projekte in der Graduiertenschule. So ist der Doc Retreat elementar für die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit und für die Weiterentwicklung der Graduiertenschule.

Disziplinäre Säulen

Im Fachbereich angeordnete Doktorandenkolloquien bieten den Promovierenden eine disziplinäre Austauschmöglichkeit und Raum für eine methodische Stärkung der eigenen Forschungsarbeit. Auch hier werden von den Promovierenden initiierte Projekte für weiterführende Veranstaltungen, z. B. Studientage oder Lesekreise, gefördert und können auf das Zertifikat angerechnet werden.

Akademisches Fundament

Im Basisbereich werden zum einen grundlegende Qualifikationen für die Durchführung eines Forschungsprojektes, der Promotion, vermittelt und zum anderen Kompetenzen und Bausteine für die weiteren Karrierewege (im akademischen und außerakademischen Bereich) geschaffen. Dazu arbeitet die KIT-Graduiertenschule CuKnow eng mit dem KHYS und der KIT Academy for Responsible Research, Teaching, and Innovation (ARRTI) zusammen.

 

 

Die Teilnahme an dem Qualifikationsprogramm entspricht den vom KIT formulierten Zielen der Dachstrategie bezüglich der Qualifikation und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Programm ist auf 3 Jahre angelegt, kann aber auch langsamer durchlaufen werden, wenn die Promotion länger dauert. Es liegt die Empfehlung der DFG zu Grunde, dass max. 4-5 SWS/Jahr zusätzlich zur Promotion an Qualifizierung erfolgen sollen. 1 SWS entspricht ca. 1,5 ECTS (ca. 45 Arbeitsstunden).

Die Mitgliedschaft im CuKnow besteht so lange, bis die Promotion abgeschlossen ist oder ein Austritt aus CuKnow erfolgt. Sollten die Mindestanforderungen für das Zertifikat nicht erfüllt sein, kann ein „abgespecktes Zertifikat ausgestellt werden“.

Allgemein sind die Promovierenden dazu eingeladen, eigeninitiativ interdisziplinäre Veranstaltungen zu organisieren: Studientage, Vorträge, Lesekreise etc. Internationale Zusammenarbeiten werden dabei ebenfalls gefördert. Die eigene Organisation einer Veranstaltung, eines Seminars oder Workshops werden umfangreicher bewertet als wenn nur an einem Seminar „teilgenommen“ wird. Die ECTS hängen daher vom Grad der Vor- und Nachbereitung sowie der Dauer einer Veranstaltung ab.

Reisebudget

Die Graduiertenschule Cultures of Knowledge kann künftig Beihilfen für Reisen ins In- und Ausland vergeben. Jedes eingeschriebene Mitglied von CuKnow kann ein jährliches Budget von max. 750,- € für Reisekosten/Tagungskosten beantragen. In der gesamten Laufzeit der Mitgliedschaft in der Graduiertenschule werden bis zu 3.000 €  pro Promovierender bei ausreichend vorhandenen Mitteln gefördert. Die Reisen müssen im Zusammenhang mit der jeweiligen Dissertation bzw. dem Forschungsvorhaben stehen.

Für jede Reise muss jeweils ein Dienstreiseantrag gestellt werden muss.  Als Reisekosten werden am KIT Transport, Unterkunft, Tagegeld, Tagungskosten etc. erstattet.

Hier der Link zu den wichtigsten Infos und das Handout zum Landesreisegesetz.

 

Neue CuKnow-Stipendien

Die KIT-Graduiertenschule CuKnow vergibt Kurzzeitstipendien für CuKnow Mitglieder. Mit der Förderung soll in der Graduiertenschule CuKnow die institutsübergreifende interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter gestärkt werden. Die erste Ausschreibungsrunde ist am 15.06.23 ausgelaufen. Anfang 2024 wird es eine zweite Runde für die Stipendien mit einer Vergabe im Jahr 2024 geben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Carolin Ibelshäuser.


Kooperation mit dem Doktorandenprogramm des ITAS

Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) ist das führende Institut für Technikfolgenabschätzung in Deutschland und weltweit. Hier werden in einem multidisziplinären Umfeld vielfältige Fragen zum wissenschaftlich-technischem Fortschritt behandelt. Das Doktorandenprogramm des ITAS stellt somit die Chance dar, das eigene Dissertationsprojekt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. ITAS und CuKnow haben vereinbart, dass die Promovierenden jeweils das Programm der jeweiligen Schule buchen können: die KIT-Graduiertenschule „Cultures of Knowledge“ öffnet ihr Programm für alle ITAS PhD Promovierenden und umgekehrt können die CuKnow Promovierenden am Programm des ITAS teilnehmen.

 

 

Kontakt

Sprecherin

Prof. Dr. Ingrid Ott
Zentrum für Mensch und Technik (MuT),
Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik (ECON)
+49 721 608 - 45257 (Telefon)
ingrid.ott∂kit.edu

 

 

Co-Sprecher

Prof. Dr. Darko Jekauc
Leiter des Arbeitsbereichs Gesundheitsbildung
und Sportpsychologie (IfSS)
+49 721 608 - 45725 (Telefon)
darko.jekauc∂kit.edu

 

 

Koordination

M. Sc. Carolin Ibelshäuser
Zentrum für Mensch und Technik (MuT),
Koordinatorin KIT-Graduiertenschule
„Cultures of Knowledge“
+49 721 608-44235 (Telefon)
carolin ibelshaeuser∂kit edu

M. Sc. Anna Keitemeier
anna.keitemeier∂kit.edu